Samstag, 1. Mai 2010

Luxuriös, luxuriös...

Als ich neulich mal wieder das nach wie vor erstaunliche Google-Ranking der hiesigen Publikation checkte und in diesem Rahmen unser aller favorite search engine mit "Bucerius Law School" fütterte, fiel mir - natürlich auf deutlich nachrangigem Listenplatz, wie sich das für eine inhaltlich nicht ebenbürtige Website gehört [UPDATE: dank meiner großzügigen Links hat sich das leider geändert. Oh grausame, ungerechte Welt!] - das folgende Angebot auf:

http://besten.welt.de/Die-besten-Privatunis-Deutschland/Bucerius-Law-School

URLs, die "besten", "Welt" und "Bucerius-Law-School" vereinen, sind mir ja von vornherein sympathisch. Umso größer dann die Enttäuschung, dass es sich bei "Welt" doch wieder nur um eine Publikation aus dem mir als Pseudo-Revoluzzer abgrundtief verhassten Springer-Imperium handelt. Wenn die nicht ständig so vorteilhaft über uns berichten würden, hätte ich bestimmt schon das Verlagshaus angezündet oder sie zumindest auf akkurate, d.h. wohlwollende Berichterstattung verklagt.

Noch größer war dann allerdings die Entrüstung, dass der von Frau Saskia Bezzenberger knallhart recherchierte Artikel bei der Leserschaft des Springer-Kampf(online)blatts "World's Luxury Guide" nur auf 4 magere Bewertungssterne kam. Das haben er und erst recht die Bucerius Law School nun wirklich nicht verdient, wobei mich getröstet hat, dass unsere liebenswürdigen "Konkurrenten" aus Witten/Herdecke, Oestrich-Winkel (wer denkt sich eigentlich diese Namen aus?) Leipzig und Frankfurt noch schlechter wegkommen - spätestens jetzt jedenfalls, nachdem ich - dank geschickter IP-Adressen-Manipulation - bei unserer Hochschule 20 Mal 5 Sterne vergeben habe. Das stellt dann wenigstens klar, welche Bildungsinstitution von den vorgestellten tatsächlich "die beste Privatuni Deutschlands" ist (oder so), wenn das im "redaktionellen" Teil schon nicht hinreichend deutlich wird.

Zum Ende hin wie immer ein paar nachdenkliche Worte: Vielleicht sollte man am Luxus-Image unserer geliebten Bucerius Law School auch über meine Bemühungen hinaus und überhaupt ein wenig mehr arbeiten. Nicht dass sich der Leser solch illustrer Beiträge wie "Reisegepäck von Louis Vuitton" oder der Teilnehmer an solch wundervollen Abstimmungen wie "Rasante Luxusautos" am Ende wundert, wenn er den Speiseplan der Bucerius Law School-Mensa oder etwa den Mangel an Büromaterial zu Gesicht bekommt.

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